Lustige und ernsthafte Begebenheiten im Klub

2016 Reklame für die Katz

 

Für unseren Auftritt in der Pfarrkirche St. Katharina in Zürich hat sich das Pfarreisekretariat in's Zeug gelegt und einen schönen Flyer in A4-Grösse aufgelegt. Darauf sind wir in einem grossformatigen Foto mit unseren roten ??? ROTEN ?? Tschöpli zu sehen !!! Leider wurden aus dem Internet ein Bild unserer Kollegen vom Jodlerklub Männertreu Nesslau verwendet.

 

2014 Der verpasste Jodlerabend

 

Als die organisierenden Jodlerinnen mit Martin Annen vom Schöntal das Menu für den Jodlerabend besprechen wollten, sagte dieser: "Menue, ja gut, nur wo wollt ihr essen?, denn alle meine Lokale sind fest reserviert, nur nicht von euch!". Es zeigte sich, dass nachdem die Daten feststanden, sich niemand mehr die Mühe machte, auch das Lokal zu reservieren. Im Georgsheim fanden wir dann trotzdem noch ein "Plätzli". Flexibel muss man eben sein !

 

2003 Godi's Heimgang

 

Am 15. November feierten wir unseren traditionellen Familienabend mit gutem Essen, Spiel und Witz.

Wie erst am anderen Morgen bekannt wurde, ist, während wir unsere Suppe löffelten, unser langjähriger Präsident und Ehrenpräsident Godi Brändli gestorben. Unser Präsident macht sich dazu folgende Gedanken: Ich kann es fast nicht glauben, dass es ein Zufall sein soll, dass er genau an unserem Jodlerabend dem Schöpfer seine Seele zurückgab. Er hat gewusst, dass wir an diesem Abend unsern Jodlerabend haben und – wer weis – vielleicht nicht eher losgelassen, bis er sicher sein konnte, dass wir unser fröhliches Beisammensein ohne trübe Gedanken beenden konnten. Ich weis, wie sehr ihm der Jodelclub am Herzen lag und danke ihm für seine Treue bis zum Tod. Am 22. November haben wir ihn zusammen mit einer grossen Trauergemeinde zu Grabe getragen. Wir nehmen Abschied von  unserem lieben Ehrenmitglied und Ehrenpräsident Gody Brändli, der von 1956 bis 1990, also 34 Jahre lang aktives Mitglied und während 25 Jahren von 1961 bis 1985 Präsident des Jodelclub Männertreu war. Auf Wunsch der Angehörigen durften wir mit der Jodlermessen und zwei Grabliedern die Beerdigung mitgestalten. 


2003 Münd mer ächt en Plan mache ?


Nach dem der Umzugswagen für die Sennenchilbi in Feusisberg -wo unser Mitglied Markus Bisig im OK ist-mehrmals verkehrt herum aufgebaut wurde, überlegt sich der Präsident, einen festen Termin in's Jahresprogramm aufzunehmen: Trainingscamp oder Trainingswochenende zum Thema: "Wie bauen wir unseren Jodlerwagen in Rekordzeit auf ?"



2001 Mega-Jodlerreise nach Brasilien


19. Juli bis 8. August: Höhepunkt des Vereinsjahres, wenn nicht der Vereinsgeschichte des Jodelclub Männertreu Oberarth: Zusammen mit einer 80-köpfigen Reisegesellschaft unternehmen die Mitglieder Trudi Knotz, Brigitta Inderbitzin, Bernadette Betschart, Alois Gwerder, Sepp Holdener, Pius Büeler, Franz Schuler, Sepp Kenel, Beat von Rickenbach, Jost Gabriel und Toni Kenel (z.T. mit ihren Ehegatten) diesen einmaligen Trip nach Südamerika. 


1.Augustfeier in Helvetia: Heute erlebten wir einen der Höhepunkte unserer Brasilienreise. In der Schweizerkolonie Helvetia wurde die traditionelle 1-August-Feier mit Schützenfest, Festgottesdienst und Vorträgen der Einheimischen wie der schweizerischen Folkloregruppe abgehalten. Schon bei der Ankunft überraschte uns ein grosser Menschenauflauf. Beim Aussteigen aus dem Bus stellten wir fest, dass unsere Dirigentin und zwei Jodlerinnen nicht mitgekommen sind, und wir sollten doch die Jodlermesse singen. Wir haben uns also schon perfekt an brasilianische Verhältnisse angepasst: grosses Chaos, aber irgendwie geht’s trotzdem weiter. Unser Dirigent Jörg übernahm das Zepter und die zwei übrig gebliebenen Jodlerinnen schlugen sich gut. Nach dem ersten Lied trafen dann auch die drei Vermissten ein, nachdem sie von einem Privatchauffeur abgeholt wurden.


1998 Eine denkwürdige Probe


Ein besonderes Ereignis vermerkt der Präsident zum Schluss in seinem Jahresbericht: Am 29. Sept. hatten wir eine denkwürdige Probe, mit einem Ereigniss, das ich in meiner nunmehr bald 35-jährigen Jodlerkarriere noch nie erlebte, und das mir darum auch im Jahresbericht erwähnenswert scheint: Anlässlich der Feierlichkeiten zum 75-Jahr-Jubiläum des ZSJV habe ich die Noten der drei Siegerlieder des zu diesem Anlass durchgeführten Wettbewerbs und eine CD des Jodlerclubs Hergiswil gekauft. Aus den Noten wurde das erstprämierte Lied „Maiezyt“ als Wettvortrag für Cham und von der CD das Titellied „Bis z’friede“ als neues Lied für das Kirchenkonzert 1998 auserkoren. Von der CD haben Jörg und ich Kopien auf Kasetten überspielt, wobei Jörg alle Stimmen, vom 1. Tenor bis zum 2. Bass !! auf die Kasetten sang. Diese Kassetten wurden den Mitgliedern mit den Notenblättern zum Studium und zum Üben abgegeben. Ich glaube, es waren alle Mitglieder inklusive Dirigent baff, als an der Probe vom 29. Sept. das Lied in ansprechender Qualität, ohne eine einzige Probe, ab Blatt und mit allen drei Strophen samt Jodel durgesungen wurde. Natürlich wurde die vom Dirigenten versprochene Kaffeerunde sofort eingezogen und bestens verdankt. Man sieht an diesem Ereignis, welche Erfolge sich einstellen, wenn die Voraussetzungen (Kassetten), der Wille (persönliches Üben) und die richtige Liedwahl (gefällige Lieder) zusammenstimmen. Das Experiment kann ruhig wiederholt werden, es ist damit aber sicher nicht immer garantiert, dass alle Faktoren wieder zusammenstimmen und wieder der gleich Erfolg erzielt wird.


1992 Drama auf der Rigi


Dieses Jahr wurde überschattet vom traurigen Tod unsers Aktivmitglieds Franz Camenzind, der in Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit als Stationsvorsteher auf Rigi-Staffel bei der Suche nach verirrten Schlitten ausglitt und auf seiner geliebten Rigi zu Tode stürzte. Der BLICK titelte: DRAMA auf der Rigi, Bergretter zu Tode gestürzt. Während 39 Jahren hat Franz Camenzind (60) auf der Rigi als Rettungspatrouilleur unzähligen Menschen das Leben gerette. Jetzt ist er selber in den Tod gestürzt. Freunde und Kollegen mussten seine Leiche bergen.


1991 Der "pompöse" Familienabend


Der Kassier moniert, dass die Kasse durch die "pompösen" Nachtessen am Familienabend arg strapaziert werde und mahnt die Organisatoren zu mehr Vernunft (aber guet isch es trotzdem gsi).


1989 Volklorekreuzfahrt im Mittelmeer


Leckerbissen aus dem Reisebericht von Hans Zemp:

Eine Schifffahrt ohne Wellengang ist keine Schifffahrt. Es war für den Verfasser des Reiseberichtes frustrierend, zuzusehen, wie sich seine Clubkolleginnen/en nach und nach wegen Übelkeit in ihre Gemächer verzogen. Bei uns Jodlern ist es üblich, dass man sich jeweils beim Aufbruch verabschiedet. Im nachhinein begreife ich, dass man sich mit vollem Mund nicht mehr angenehme Ruhe wünschen kann.

Eine Verspätung kann zu einem Missgeschick führen. Beim Badeausflug wurden wir für die Verspätung mit einem Trunk zusätzlich entschädigt. Der Whisky war sehr bekömmlich und gab gute Stimmung. Der darauf folgende Ouzo-Schnaps wirkte bösartig, sodass sich der Schreiber vorzeitig zur Ruhe legen musste. Meinem Kollegen Mugi ging es etwas besser, doch bis zur späten Stunde wurde auch er ins Zimmer begleitet.

Unser Franz als Nichtschwimmer wollte sich beim Tauchen im Bassin auf dem Deck von Felix filmen lassen. Sepp Holdener stellte sich als Rettungsschwimmer zur Verfügung. Der erst Sprung war bäuchlings, leider war der Amateurfilmer Felix mit der Kamera noch nicht bereit, so musste die ganze Show nochmals wiederholt werden.


1988 Eine neue Tradition wird geboren


Erstmals durfte der Jodelclub auf Einladung der Musikgesellschaft Arth am Kirchenkonzert auftreten. Der Club wurde dieser Herausforderung mit den Liedern "Drü Chrüz", "Wienachtsglogge", "Heiwärts" und dem Schwyzerjutz gerecht. Es ist immer wieder ein eindrückliches Erlebnis, in der prächtigen Arther Pfarrkirche vor so vielen interes-sierten und fachkundigen Zuhörern aufzutreten.


1986 Ein halbes Leben für den Jodlerclub


Während einem ganzen Vierteljahrhundert hat der abtretende Präsident Godi Brändli alles für den Club getan, kein Wagen für einen Festumzug wurde gebaut, zu dem er nicht das Material und die guten Ideen beigesteuert hat. Als Dank für seine grosse Arbeit und zur Erinnerung an viele schöne und einige weniger schöne Stunden wurde er in Abwesenheit (er sonnt sich gerade den Bauch in Australien) zum Ehrenpräsidenten ernannt. In einer Januarprobe wird ihm dann auch noch das Geschenk, eine bemalte Glocke mit gesticktem Riemen in einer kleinen Feier überreicht.


1980 Tragischer Unfall eines Jodelclüblers


Heimweharther-Abend am Kirchenbazar in Arth. Leider ereignete sich an diesem Abend ein tragisches Unglück, bei dem unser Mitglied Alois Imhof sein erst 24-jähriges Leben verlor. Er stand am Abend noch mit uns auf der Bühne und half mit in der Bierschwemme, auf dem Heimweg kam er von der Rufibergstrasse ab und stürzte ein steiles Bord hinunter. Leider hat er seine dabei zugezogenen Verletzungen nicht überlebt.


1976 Ewiger Abschied von verdienten Jodlerclüblern


Am 29. Februar (seinem nur alle 4 Jahre stattfindenden Geburtstag) brachte der Club dem krankheitsbedingt abwesenden Dirigenten Martin Wiget ein Ständchen. Leider war das auch gleichzeitig ein Abschied für immer, denn nur 5 Tage später ist Martin seinem heimtückischen und rasch voranschreitenden Leiden erlegen. Martin Wiget war uns immer ein umsichtiger Dirigent und wusste seine Schäfchen "zu nehmen", jeden auf seine Art.


Nichts ahnend klopften am 11. Juli einige Jodler mit Speck Dolfi nach der Probe noch einen Jass. Um so härter traf sie die Nachricht am nächsten Morgen: unser lieber Hüttenwart und Kassier ist in der Nacht an einem 

 Herzversagen verschieden. Ein hartes Jahr, mit dem Verlust von zwei sehr aktiven und stets für den Club einstehenden lieben Mitgliedern


1973 Toter am Wiesenfest


Am 7./8. Juli wurde wiederum das Wiesenfest durchgeführt, leider hat es Petrus nicht gut mit dem Jodelcub gemeint. Ein trauriges Ereignis hat den trüben Tag noch weiter belastet: Ein Gast hat mitten auf der Tanzbühne einen Schwächeanfall und stirbt noch während der Fahrt ins Spital.


1971 Das Ersatz-Hirthemd


Hubli Sepp als (Kunst-) Maler war immer auf gutes Aussehen bedacht, darum sagte er sich: "Der Kluge Mann baut vor, man weiss nie was alles kommt, er nimmt auf jeden Falle eine Ersatz-Hirthemd mit". Gesagt - getan, als dann aber der Ernstfall eintrat und er das Hirthemd benötigte; welch ein Schreck: das Ersatz-Hirthemd erwies sich als weisse Tischdecke!

 

1970 Der Gourmet-(Jodel)-Club

 

Man wähnt sich eher wie in einem Gourmet- statt einem Jodel-Club, wenn man den Jahresbericht von 1970 liest: Zuerst Familienabend mit Speis und Trank aus der Engelküche, dann Fuchs-Frass, gespendet vom Jäger Jean, bei Schneebeli Jakobs 70. Geburtstag gabs ebenfalls was zu futtern, Gwerder Felix offeriert Suppe mit Spatz, der Engelwirt Dolfi Speck lädt ein zu Gnagi, an den Bierfestwochen im Ochsen wird auch nicht Leitungswasser getrunken, Kenel Toni spendiert den "ledigen Wein" und an seiner Hochzeit bleibt keine Kehle trocken und der Magen bekommt genügend zu tun und schlussendlich nach dem Altersheimsingen gabs grad nochmals Gnagi beim Dölfel.

 

1967 Jodlerinnen-Hochzeit

 

Irene Horat musste an der eigenen Hochzeit mit ihrer Schwester Susi und dem Club zusammen die Hochzeitsgäste unterhalten. Im Jahresbericht wird speziell erwähnt: "Mit reichlich Wein und Gotletten wie Deckel wurden wir bewirtet".  


1964 Nachdienstliches


Nach dem Familienabend des vorigen Jahres war's einigen Jodelclüblern zu früh zum Heimgehen, sie wollten unbedingt noch irgendwo ein Kaffee "uselüüge". Das Opfer war bald gefunden, denn Hans Zemp liess sich erweichen, zu später Stunde bei sich zu Hause noch Kaffee zu brauen. Weil sich dieses Kaffee so in die Länge zog, verspührten einige bald auch noch Hunger, so dass Hans genötigt war, aus Keller und Kühlschrank noch aufzutischen was da war. Es gab ein zünftiges Bankett mit Cervelat und Randensalat.


1963 Der verwirrte Vice-Prädsident


Nachdem der Präsident Godi Brändli an der GV den reichhaltigen Jahresbericht verlesen hatte, entstand eine spannende Pause, weil der Vice-Präsident sich erhebt und den Saal verlässt. "Wird er wohl ein Dankschreiben oder gar ein Geschenk holen für den Präsidenten, glaubt man. Aber als er dann einige Minuten später wieder herein kam, war nichts mit einer Rede. Er war sich lediglich nicht mehr seines Amtes bewusst, den Jahresbericht zu verdanken und darüber abzustimmen, und er staunte, dass alle auf sein Wort warteten"


1963 Die Frühreifen


Am 28. Mai traten die beiden Schwestern Susi und Irene Horat in den Club ein. Durch überraschende Unabkömmlichkeit von Denzler Alwin und einer Absage einer Jodlerin aus Zug mussten sie nach 3 Wochen Mitgliedschaft bereits ein solches Fest bestreiten !! Kompliment an die beiden, denn mit dem Lied "Bärgbuebs Wunsch" von Robi Fellmann ging alles "sehr gut".



1961 Fussklopfen und Herzschwitzen


Eidg. Jodelfest in Luzern. Mit dem Lied "Apzyt" von Robert Fellmann erreichte der Club trotz "Fussklopfen und Herzschwitzen" die Note "sehr gut". Am Benefiz-Konzert des Jodelclub Ibach, das für eine neue Tracht die finanziellen Mittel einbringen sollte, herrschte bitter kaltes Wetter. Der Aktuar beschrieb das so:

"Wisst Ihr noch wie gut ein Rost-Servela und ein warmes Bier gewirkt hätte?"


1960 Deutsch ist manchmal Glückssache


Auszug aus dem Protokoll der GV: Marty Sepp wurde die "Ehrenmiedgliedschaf" gegeben, der "Vixepräs" nahm die Wahl des neuen Präsidenten Godi Brändli vor, Hubli Sepp wurde als erster "Rechnungsprüffer" und "Propogandaschef" gewählt. Als "Menü" für den Familienabend wurde "Suppe, Schweisvoresse, Pataistock, Bohnen Salat" festgelegt und als "Tafelmeyor" sollte Franz Waldvogel amten.

 

1955 Der letzte Brief eines verdienten Jodelclüblers

 

Aus dem Spital in Zürich erreicht den Jodelclub ein Brief von Balz Fassbind: Meine lieben Jodlerkameraden, geschätzter Präsident, fern von Euch, in Gedanken jedoch im Kreise froher Sänger, erinnere ich mich an das Gründungsfest an Martini 1930. Als erstes danke ich allen für die Ausdauer zur Aufrechterhaltung des Clubs. Nicht weniger Dank all denen, die als Mitglieder des Vorstandes je und je ihr ganzes Können und Wollen zur Weiter-führung des Jodelclubs beigetragen haben. Dank den lieben Gründern für ihr Ausharren im Verein, dem wir miteinander oft mit Mühen und Not über schwierige Klippen verholfen haben. Ich freue mich, dass die letzte Generalversammlung auch ohne mich so friedlich verlaufen ist. Weiter freue ich mich, dass weiterhin der Familienabend unserer Tradition gemäss beibehalten wird. So mögen nun Ihr jungen Kräfte unser Klüblein, das wir wie ein Geschenk betrachten weiterführen bis noch jüngere Söhne kommen und Euch die Lasten abnehmen, genau so Ihr es uns Alten gegenüber getan haben. Vom Krankenbett aus grüsse ich alle, Söhne und Töchter, Jodler, Dirigenten, Sänger und Freunde aufs herzlichste. So Gott es will, wird das "Hei zue" nicht zu meinem Grablied. Es grüsst alle recht herzlich                      Balz.

 

1952 Dr verunglückti Salto Mortalis

 

„Aaträtte“! böget der Köbel jetzt lut,

Der Rangiervorbüetzer fahrt schier us der Huut

So hed är ä Schreck vo dem Gröhl,

uf schiesst är wiä ä Blitz us em Oel.

 

Er als ifrige Sänger, persee

Hed die anderä Jodler scho uf ihrem Plätzli gseh.

Der Oswald hed aber no Schneid im Ranze

Är gumpet über dä Tisch wie über n’ä Schanze.

 

Da de Mätel vom Ochse, 

sälte einisch cha neckä, ohni z’grochse,

het er de Osi gstüpft und de no glacht,

und das hed de Köbel denn ums Möschtli bracht.

 

Dr Oswald isch rüig, das isch nur wahr,

er bstellt es früschs Möschtli a der Bar.

De Friedä isch g’rettet, und är de Held,

vo nasse Note wird zwar nüd verzellt.

 

Motto:

In der Jodelprobe turne nicht,

wenn es Dir am Können gebricht.

 

1951 Werbung für das Jodlertheater

 

Wie originell damals für ein solches Spektakel geworben wurde zeigt folgendes Beispiel:

Balz: He Franz, was rännsch au e so, brännts öppä amene Ort oder muesch uf d'Hebamm los?

Franz: Ä keis vo bedä, Balz, aber äs Billett wott i ga bstellä für die Theateruffüerig vom "Hanneli" am 30. Septämber im Theater ussä.

Balz: Jä isch de das so interessant ?

Franz: Dänk wohl, ich ha zwar das Stuck scho emal gseh, aber ich gahs glich no emal go luegä. Das wär grad öppis für Dich, Du wott scho lang wettisch hürate, da lehrsch esrscht ä so rächt d'Wyber känne, die Böse und die Guetä.

Balz: Äs wird öppä nid so schlimm si.

Franz: Schlimm gnueg, denn wenn einä so es Wyb verwütscht we s'Regini eis isch, de muess s'Fägfüür nümme fürchtä, der hed grad d'Höll uf der Wält.

Balz: Du nimmsch eim grad der Apetit zum hürate.

Franz: Stell dier vor Balz, Du tüegisch uf ä me Hof wo sit Generatione üch ghört hed, burä, aber uf einisch gahds hindersi, du weisch nümme was mache, um de Chräbsgang ufzhebe und wotsch Hus und Stall azünde und dii alt Vater, wo sich ufä stillä Läbesabig greut hed, set nu is Armehus.

Balz: Das isch würkli bitter, aber fascht unglaublich, gar hüttigstags, wo me sich gäge alls cha versichere.

Franz: Aber gäge bösi Wyber gits halt doch nu kei Versicherig.

Balz: Es schtimmt, Du hesch rächt Franz, suscht wär ich scho lang ghürate.

Franz: Aber en Ängel isch do glich nu uftaucht und zwar es Waisechind, das hed do über alles Eländ ä wahre Sunneschyn und Gottessäge brunge. Du verbrännti Zaine, jetz muess ich aber gah, ich ha sowiso scho z'lang mit dier gschnöret, also tschau!

Balz: Du los Franz, bschtell für mich au grad eis, und uf Widerluege am nächschte Sunntig.


1949 Die neue Fahnenstange


Was dänksch au Märtel, wo luegsch au hi,

die alti Fahneschtange isch ja z’chli.

Willsch du konkurenzierä, stell ä grösseri uf,

heb aber sorg wägem elektrischä Schnuf.


Der Märtel und zwei Männer vom Fach,

leggid die nüü Stange uf em Dörfliplatz flach

auf den Boden, und ho ruck gings in die Höh,

aber ohä lätz, das Unglück isch scho gscheh.


Es Blitzt, es sprüht, es funkt und knattert,

am Ende der Stange der Märtel scho schlottert.

Ja, Herrgott, Stärne i has ja gseid,

jetz d’Stange aber gschwind wieder a Bode gleid.


Da chan er jetzt springe und ränne gar schnell,

äs nüs Drahtseil muess anä zur Stell.

S’alt heds verbrännt a der elektrische Leitig,

Schwein hämmer gha, jetz und nu eistig.


Am Abig bim Dunklä, dä staht de diä Stangä,

und am Morge cha d’Fahne de au no dra hange.

Der Märtel mit sine zwei Komplice,

blibt aber ä paar Stündli bim Wy de no sitzä.


                         Dolfi


 

1949 Die Blitzidee

 

Balz Fassbind ermahnt die Mitglieder, den in letzter Zeit herrschenden schlechten Probenbesuch nicht einreissen zu lassen und alle Jodler sollten die Verbundenheit mit dem Jodelgesang nicht vernachlässigen. Dann fiel ein Vorschlag von Köbel, die Vereinsathmosphäre mit einem kleinen Ausflug zu verbessern. Hürlimann Sepp macht einen weiteren Vorschlag: So Auto fahren wäre etwas schönes und wie ein Blitz waren alle Augen auf Balz gerichtet und man brauchte ihm gar nicht mit dem Holzschlägel zu winken. Imlig Martin machte den Vorschlag "Lichtenstein" und dies schlug ein wie eine Bombe. 

 

1947 Die Dirigenten-Gage

 

Der neu gewählte Dirigent Martin Beeler gibt sich mit nur Fr. 7.- pro Probe zufrieden. Die Mitglieder trauen der Sache nicht recht und fragen, ob das dann auch in Zukunft so bleiben werde. Der Dirigent bejaht und spricht Worte für Geselligkeit im Club. Er hält den Jodelclub für ein Geselligkeitsclub und meint, es gehe bei ihm nicht nach der Lohn - Preis - Spirale. Es fallen von allen Seiten so schöne Worte so dass sich der Aktuar wegen Platzmangel einschränken muss und meint dazu, "wenn dä Vogel nur au wieder z'Bode chunt".

 

1947 Die unerwartete Überraschung

 

So eine Wuhrkorporation ist ein wichtig Ding,

Gar wenn getagt wird in ihrem Ring.

 

Da gibt es gar viele wichtige Sachen,

doch den Präsidenten will keiner machen.

 

Da fiel es einem auf, dass an der Tagung dann,

fehle noch der geeignete Mann.

 

Der Martin vom Ochsen, er ist vom Fach,

schnell wurde gewählt und er ist unter Dach.

 

Doch dem Märtel fehlt es an Humor,

drum kehrt er den Oberarther Dialekt hervor.

 

"Diä chönd mer i d’Chappe Schiessä, das mach-i nid,

diä verrucktä Cheibe, sind ja nid gschied.“

 

Jetzt aber hat er die Feuertaufe bestanden zu End,

drum lebe hoch der Wuhrkorporationspräsident.

 

                                                                Dolfi 

 

1944 Hüris Rigifahrt

 

(aus dem Raritätenkabinett des Jodelclubs)

 

Es zogen 2 Burschen mit froher Lust

In Richtung der Rigi davon

Doch gross und mächtig war der Durst

Auf halbem weg zum Dächli schon

 

Ein Samariter von Gottes Gnaden

Kam plötzlich mit einer Flasche, sie zu laben

Der Kräuter als Inhalt, aber o Graus

Soffen die zwei, bis zum Dächli dann aus

 

Dem Käli dem ging es noch ordentlich

Gemessen an der Stärke des Trankes

Der Hüri aber bekam einen Mordiosiech

Blieb stecken in der Mitte des Rankes

 

Er legte in lauer Sommernacht

Sich neben einen Lattenzaun

Wo nachher sie ihm ein Bett gemacht

Und sich heimlich in’s Fäustchen gelacht

 

Das Wasser ist die Beste der Gottesgaben

Doch die Demut lehrt dich,

du sollst nicht immer nur das Beste haben !

 

15. Juli 1944                                        Dolfi

 

 

1941 Der grosszügige Kassier

 

Beim Kassensturz zeigte sich die einmalige Situation, dass sowohl Einnahmen wie Ausgaben sich auf Fr. 107.19 beliefen. Wie ist das möglich: Der Präsident verdankt dem Kassier Josef Fassbind seine so gut geführte Rechnung und teilt auch mit, dass ein solcher Kassier schwer zu finden sei, der das Penefice von Fr. 20.50 aus dem eigenen Sack drauflegt.

 

1937 Der Jodlerausflug mit dem "Roten Pfeil"

 

Dass die Finanzen im jungen Club immer ein Problem waren, dass aber auch ein gespaltenes Verhältnis zu den Ausgaben bestand, belegt folgender Auszug aus dem Protokoll: "Der Präsident wünscht, das Jodelfest in Altdorf nicht zu besuchen, da es immer mit viel Ausgaben verbunden ist". Direkt daran anschliessend kam aber folgendes Traktandum: "Als ev. Ausflug schlug Präs. Lugano vor und zwar mit dem roten Pfeil. Präs nahm Rücksprache mit Herrn Kassier Schmied-Simon, Goldau, welcher ihm folgende Auskunft gab: 50 Personen Beteiligung im Minimum, Preis pro Person Fr. 12.50 plus Fr. 2.- Zuschlag, würde somit auf Fr. 14.50 pro Person zu stehen kommen". Weil der Club niemals die 50 Personen allein zusammenbekommen hätte wurden die Goldauer Jodler angefragt, ob sie nicht auch mitmachen möchten.

 

1934 Der Freundschaftsbecher "küsst" Schwyzer Boden

 

Am 1. Juli waren die Kollegen des Jodelclub Schwyz in Oberarth zu Gast, wo sich die Oberarther Jodler mit einem Freundschaftsbecher revanchierten. Die beiden Chöre traten mit einigen Liedern gemeinsam vor der Bevölkerung auf und pflegten anschliessend die gute Kameradachaft und mussten natürlich den neuen Becher zünftig einweihen. Dies hatte zur folge, dass ein Schwyzer Jodler mitten auf dem Hauptplatz in Schwyz ins "Schwanken" kam und mit samt dem Becher der Länge nach den Boden küsste, wobei der Becher mit lautem Scheppern über die Pflästerung dahinrollte.

 

1932 Die neue Tracht

 

Besser als das wir das selber vermögen, hat 1934 ein Journalist in der Zuger-Zeitung den Auftritt der Oberarther Jodler mit ihrer Tracht beschrieben, die sich den Zuger Verbandskameraden zur Verfügung stellten, um eine Ersatzveranstaltung zu einem wegen starkem Regen vorzeitig abgesagten Jodlerfest zu gestalten:

Abgesehen von den stimmlich abge-rundeten, reinverständlichen Vortragsart, die dem ganzen harmonischen Gesangskörper besonders eigen ist und den Zuhörer sympathisch zu berühren vermag, ist noch ein anderer Faktor massgebend, eine beschwingte innere Freude auszulösen: ihre originelle, flottpräsentierende Tracht, typisch schwyzerischer Prägnanz. Ange-nehm fiel dem ganzen Publikum das stilreine, schlichte Kostüm auf und erntete nicht minder und dieses kernigen, bodenständigen Kleides Willen den gebührenden Teil der so reichlich darge-botenen Ovationen.

Im ganzen Heimatlande geht heute mehr den je die Losung herum, unserem schweizeri-schen Trachtenwesen endlich die gebührende Nachachtung zu schenken und zwar in der Hinsicht, dass die einzelnen Kantone in ihrer erklärten Eigenschaft sich durch eine ausdrucksvolle Kennzeichnung ausscheiden. So schön die fast durchwegs einheitlichen "Mutzen" und Käppi sind, so sehr begrüssen wir in der schmissigen Tracht der Oberarther Jodler ihre wohlgezielte Idee zu Eigenem, zur schollen-verbunden Tradition. Es darf die lobenswerte Anschaffung dieses ausnehmend charakter-istischen Kostüms als ein restloses Gelingen angesprochen werden und dem Trachten-schöpfer Martin Gyr in Einsiedeln rechtfertigt sich eine freudige Gratulation zu diesem glücklich erreichtem Wurf.

Nicht nur vom künstlerischen Standpunkte aus betrachtet, erhebt das für sich sprechende, schöne Bild inmitten einer grossen Auslese von gestickten, flitternden Trachten eine Würdigung, sondern vorab ist es die Originalität, die jedem Betrachter auffallen muss, anlässlich einer Wanderung in der Trachtenschau. Streng in der Einfachheit, die nicht an eine wilde Farbenskala einer Dekoration mahnt, präsentieren sich trefflich das aparte hellblaue Beinkleid mit den bis zu den Knien reichenden praktischen Knopfsteckung und die weisse Sennenkutte aus dessen Halsausschnitt ein blau-weiss kariertes, leinenes Hemd hervorlugt. Der breite Ledergurt, der der schwarzen Zipfelmütze als nothelfender Träger dient, bildet den korrekten Abschluss einer einheitlich geformten Kleidung. Aber auch die markigen, jauchzenden Inhaber dieser Tracht helfen mit, eine geschlossene Form für ein Ganzes zu bilden. Ein rotes "Parisol" und ein keckes Schwyzerpfeifflein wird der beachtens-werten Aufmachung den letzten Stempel eine kernigen, freiheitlichen Schwyzers geben. die Oberarther Jodler dürfen sich wahrlich überall dem kritischen Auge preisgeben mit ihrer lokal angepassten Tracht. Ohne Zweifel werden diese burschikosen Söhne unserer Berge noch viele Erfolge einheimsen, nicht nur des Liedes und Tanzes wegen, sondern auch zufolge ihrer sauber aufgeputzen Tracht.

 

1932 Der Wetterschmöcker

 

Dass es im JC auch früher nicht immer nur beim Singen blieb, belegt folgende kleine Geschichte: Nach einem Ständchen bei Hr. Nationalrat Bürgi kam es zu vorgerückter Stunde zwischen den zwei Jodlerkollegen Dölfi und Sepp zu einer Wette von Fr. 5.- zu Gunsten der Clubkasse über das morgige Wetter, so dass der eine Wettpartner, "Dölfi unter einem Nussbaum astronomische Beobachtungen vornahm, wie das Wetter ausfalle, während seinem Studium aber einschlief und am anderen Morgen gestärkt von der würzigen Nachtluft erwachte und dann trocken und wohlbehalten seinen Heimweg antreten konnte". Die Wette musst schliesslich der Sepp bezahlen.

 

1930 Zur Suche nach einem Dirigenten

 

Mit der Suche nach einem Dirigenten hatte der junge Klub etwelche Mühe: „Einige Mitglieder des Männerchor Arth haben versucht, das frisch gegründete Clüblein am Aufkommen zu hindern indem sie das Engagement eines Dirigenten verhinderten. So stellte sich David Felchlin als erster Dirigent zur Verfügung“